Die Marke Carlos

- Der Mann, der sich Carlos nannte.
„Sie werden mich kennen“, ruft der Mann, mit der Knarre in der Hand, „mein Name ist Carlos.“ Viel mehr brauchte er tatsächlich nicht zu erklären – Carlos hatte sich in den 70er Jahren zielstrebig den Ruf erarbeitet, einer der gefährlichsten Terroristen zu sein. Wie viele Menschenleben er auf dem Gewissen hat, ist unbekannt: die Zahl schwankt zwischen acht und über achtzig – Carlos selbst schrieb sich gern die Beteiligung an Anschlägen zu, auch wenn die ihm nie nachgewiesen werden konnte. In „Carlos – Der Schakal“ unternimmt Olivier Assayas den Versuch, den Aufstieg und Fall einen Mannes zu rekonstruieren, den sie Carlos nannten. Einen Versuch, der nach fast einhelliger Meinung der Kritik mustergültig gelang. „Carlos“ läuft von Donnerstag bis Mittwoch außer am Sonntag jeweils 17.30 und 20.30 im Kiez-Kino.
