Aktuell

Buntes Huhn

Sie kommt nicht los vom Irak, von ihrer Heimat, die sie in ihrer Jugend verlassen und seitdem nicht wiedergesehen hat: Marjane Satrapi. Bekannt wurde sie mit ihrer Graphicnovel "Persepolis", deren kongeniale Verfilmung machte sie berühmt. Und während sie darin konsequent auf alle Farben verzichtet, den Begriff "schwarz-weiß" wörtlich nahm, schient die in "Huhn mit Pflaumen" die optische Enthaltsamkeit ihres Erstlings wettmachen zu wollen. Hier, in der tragikomischen Geschichte eines berühmten irakischen Geigers geht es morgenländisch opulent zu. Ab 16. Februar im Kiez-Kino.

Kühe und andere Katastrophen

"Chinese zum Mitnehmen" ist keine missglückte Werbung an einem Asia-Imbiss. Sondern der Titel einer argentinischen Komödie, mit der alle Vorurteile widerlegt werden, dass es in der Heimat des Tango nur melancholisch zugeht. Ab 2. Februar im Kiez-Kino.

Erfolgreiche "Kriegerin"

Weit über 700 Besucher in einem Film - das gab es im Kiez-Kino noch nie. "Kriegerin" hat es geschafft, alle bisherigen Besucherrekorde zu brechen.

Die Kinder und die Poliezei

Wann immer Kinder zu Opfern oder Tätern werden, ruft man sie, die Polizisten der Pariser Jugendschutzeinheit. Es sind Männer und Frauen, die nicht nur über die Medien in Abgründe schauen, sie müssen in diese Abgründe steigen – und versuchen, wieder herauszufinden. Die Regisseurin und Schauspielerin hat reale Beamte über Wochen hinweg begleitet und die gewonnenen Eindrücke zu einem Spielfilm verdichtet, der mit einer ungeheuren emotionalen Wucht daherkommt. Er folgt Polizistinnen und Polizisten in Verhören und zu Einsätzen auf der Straße. Die Kamera begleitet sie nach Hause, dorthin, wo die Ehe allmählich zerbröselt oder die Waage immer noch vermeintlich einige Kilo zu viel anzeigt. „Poliezei“ zeigt die Gewalt nie direkt und wahrt so die Perspektive der Polizisten, die fast immer zu spät kommen. „Poliezei“ ist dicht dran am Leben – und genau dies macht den Film sehenswert. Ab 26. Januar.

Beim Start zum ersten Mal dabei

ür das Kiez-Kino ist es eine Premiere: Mit „Kriegerin“ zeigt es ab Donnerstag einen Film zum Bundesstart. Zufall ist das nicht. Regisseur David Wnendt drehte seinen Debütfilm nämlich zum Teil in Dessau mit Statisten aus der Stadt und deren Umgebung. Diese Tatsache allein hätte für die Kiez-Kinomacher noch keinen hinreichenden Grund geliefert, sich um eine Kopie zum Bundesstart zu bemühen. Doch Wnendt, seiner Protagonistin Alina Levshin und den anderen Darstellern ist Überraschendes gelungen: Einen Film über Neonazis in der ostdeutschen Provinz zu drehen und dabei auf wohlfeile Antworten zu verzichten. Selbst das ewig-mäklige Online-Film-Magazin „Schnitt“ zeigte sich begeistert: „Kriegerin ist mutig, unmittelbar, authentisch und aufwühlend.“ „Kriegerin“ läuft im Kiez-Kino von Donnerstag bis Mittwoch täglich außer am Sonntag um 17.30 und 20.30 Uhr. Kartenvorbestellungen unter 0340 8596451.

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