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Die Dreigroschenoper (1962)

Mit Adaption der »Dreigroschenoper« von Georg Wilhelm Pabst für die Leinwand waren Weill und vor allem Brecht unzufrieden – was nicht den Erfolg des Films verhinderte. Mehr als 30 Jahre später versuchte sich Wolfgang Staudte, der sich mit dem ersten deutschen Nachkriegsfilm »Die Mörder sind unter uns« einen Namen gemacht hatte, an dem berühmtesten Werk des Duos Brecht/Weill. Er, der oft zwischen Deutschland West und Ost wechselte (und nirgendwo wirklich heimisch wurde), engagierte die damaligen Stars des deutschen Kinos: Curd Jürgens, Gert Fröbe, Hildegard Knef; dazu den Franzosen Lino Ventura. (Für eine amerikanische Fassung wurden überdies eigens Szenen mit dem Entertainer Sammy Davis Jr. gedreht.) Staudte betonte besonders den Musical-Charakter des Stücks. Seine Verfilmung, die zu Staudtes schwächeren Arbeiten gehört, wurde zum Flop. – Zum Dessauer Kurt-Weill-Fest 2006 am 27. Februar.

Thomas Steinberg, 2006

Kurz und knapp

Zweite Verfilmung der »Dreigroschenoper« von Brecht/Weill.

Daten und Personen

Die Dreigroschenoper
Land: BR Deutschland, Frankreich
Jahr: 1962
Regie: Wolfgang Staudte
Buch: Wolfgang Staudte und Günther Weisenborn nach dem Stück von Bertolt Brecht
Kamera: Roger Fellous
Musik: Kurt Weill
Schnitt: Wolfgang Wehrum
Darsteller: Curd Jürgens (Mackie Messer), Lino Ventura (Polizeichef Brown), Hildegard Knef (Jenny), Gert Fröbe (Peachum), June Ritchie (Polly Peachum)
Länge: 124 Minuten
FSK: ab 16

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