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Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz

Szene aus 'Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz': Kindermädchen und Mädchen herumalbernd.
Bécassine und Charlotte.

»Man sieht«, heißt es in »Der kleine Prinz«, »man sieht nur mit dem Herzen richtig gut.« Eine Weisheit, die Bécassine verinnerlicht zu haben scheint, jenes altmodische und naive Kindermädchen aus der Bretagne. Zwischen Gut und Böse unterscheidet sie genau und instinktiv. Sie mag ungeschickt sein, sich tollpatschig durch Paris bewegen – wenn es gilt, den ihr Anvertrauten zu helfen, läuft Bécassine zu Höchstform auf.

Das weiß auch Loulotte. Einst war Bécassine ihr Kindermädchen, und als sie – die leicht überspannte Schrottbildhauerin – zu einer Ausstellung nach Venedig eingeladen wird, während ihr Mann Edmond irgendwo in der nordischen Wildnis auf Fotosafari unterwegs ist, holt sie Bécassine. Sie soll sich um ihre Tochter Charlotte kümmern, ein aufgewecktes 10-jähriges Mädchen. Gemeinsam durchstreifen Charlotte und Bécassine ein Paris, das ungefähr in den 50-er Jahren angesiedelt ist, von einem rosa Himmel überspannt wird und für ein Landei wie Bécassine viele Herausforderungen parat hält.

Hilferuf aus Marseille

Szene aus Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz: Grimmiger Mann
Gaspard ist hinter der Schatzkarte her.

Unterdessen trifft Edmond ein, im Gepäck Fotos, vor allem jedoch eine Karte, die den Weg weisen soll zu einem Wikingerschatz. Gaspard zeigt als vorgeblicher Freund reges Interesse, einen Blick auf das Fundstück werfen zu dürfen. Edmond sagt Nein, und hat damit Gari und Baldi auf dem Hals: zwei Ganoven, angeheuert von Gaspard, für ihn die Drecksarbeit zu erledigen.

Der Hilferuf Edmonds ereilt Charlotte und Bécassine aus Marseille. Um in Ruhe nach der Karte zu suchen zu können, hatten Gari und Baldi den Fotografen betäubt und in einen Zug zur Küstenstadt verfrachtet.

Bécassine und Charlotte machen sich auf den Weg, wollen Edmond helfen und haben damit Gari und Baldi auf den Fersen und auch Gaspard. In der irrigen Annahme, die beiden hätten die Karte bei sich, verfolgen sie Bécassine und Charlotte über die Balearen und bis nach Lappland, wo das Kindermädchen den smarten Gaspard in eine Falle lockt.

Philippe Vidals »Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz« (» Bécassine – le trésor viking«) animiert eine Figur, die erstmals 1905 in der »Semaine de Suzette« erschien. Gezeichnet von Émile-Joseph Porphyre Pinchon (1871 bis 1953) und inszeniert von Caumery (Maurice Languereau, 1867 bis 1941) wurde sie in Frankreich bald höchst populär, vor allen als mit »L’Enfance de Bécassine« das erste Comic-Heft mit der sympathischen Heldin herauskam, dem mehr als 20 weitere folgen sollten. Schon 1939 wurde Bécassine fürs Kino entdeckt: Pierre Caron drehte einen Realfilm mit Paulette Dubost in der Hauptrolle.

En français

Paris est une ville qui rend Bécassine nerveuse. D’une part. D’autre part, les gangsters ne peuvent pas l’effrayer. Bécassine, la bonne d’enfant bretonne – soi-disant candide – est une vedette dans le monde des bandes dessinées françaises. Cette fois-ci en écran, elle débarque à Paris pour s’occuper de Charlotte. Les deux vont être entraînées dans une aventure comique pleine de rebondissements et de rencontres inopinées. Elles iront en Laponie en passant par Marseille et Ibiza pour libérer le père des Charlotte des mains des ravisseurs.

Thomas Steinberg, Übersetzung ins Französische: Ina Henrichs, 2004

Kurz und knapp

Bécassine, ein einfaches Kindermädchen aus der Provinz, und die 10-jährige Charlotte werden von Verbrechern gejagt und können sie zum Schluss überlisten.

Daten und Personen

Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz (Bécassine – le trésor viking)
Land: Frankreich
Jahr: 2001
Genre: Animationsfilm
Regie: Philippe Vidal
Schnitt: Eric Chenot
Buch: Yves Coulon, Béatrice Marthouret
Chefdesigner: Stephane Paitreau
Musik: Jack Bally, Arnold Turboust
Produzenten: Nathalie Couturier, Etienne Yanzi
Länge: 85 Minuten
Sprachversion: OmU
Format: Farbe, 1:1,66
FSK: o.A.

Links

Émile-Joseph Porphyre Pinchon in der Comiclopedia

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